



Der Versuch, einen Schatten aufzuzeichnen (2025)
"Wie ein feines, durchsichtiges Gespinst legen sich die Gesänge über den Saal und nehmen das Publikum gefangen, das sich für knappe anderthalb Stunden kaum zu rühren wagt, um den wunderbaren Abend in vollen Zügen zu genießen."
Michael Zerban im Kulturmagazin O-Ton, Oktober 2025
Uraufführung am 23.10.2025 im WELTKUNSTZIMMER, Düsseldorf
Gefördert vom MKW NRW, dem Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Kunststiftung NRW
… ein Spiel mit Licht und Schatten, zwischen Illusion und Realität … eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Facetten von Erinnerung und Wahrnehmung: Wie erleben wir die Welt? Wie lassen sich Momente festhalten, sodass sie die Zeit überdauern und trotz ihrer Flüchtigkeit greifbar bleiben? … Die Künste als Archiv von Gedanken und Empfindungen … Musik als schattenhaftes, verklingendes Gedächtnis …
Mit Kompositionen von Kassia, Salvatore Sciarrino, Peter Ablinger, Thomas Tallis, Caspar Johannes Walter, Luigi Nono, Carlo Gesualdo, Chaya Czernowin und Johann Bach.
Filmaufnahmen, Zeichnungen, Skizzen und schriftliche Transkriptionen des Live-Geschehens entstehen in Echtzeit und werden auf Leinwände projiziert. Aus einzelnen Fragmenten dieser flüchtigen Dokumentation entsteht ein Papier-Mobile im Zentrum des Raumes, dieses wirft Schatten, verdeckt Projektionen - macht Sichtbares wieder unsichtbar. Ein Konzert als Versuchsanordnung: Flüchtigkeit wird Spur, der Schatten zum Bild, Klang zum Echo der Erinnerung.
Rheinstimmen Ensemble
Merle Bader/Julia Hagenmüller, Sopran
Katharina Georg/Eva Marti, Alt
Ilja Aksionov/Oliver Chubb, Tenor
Michael Bader/Joel Urch, Bass
Heni Hyunjung Kim, Klarinette
Maria Zwerschke, Flöte
Vsevolod Mititello, Horn
Nicolas Kuhn, Dirigat/Klavier
Linda Weidmann, Visuals
Maximilian Sauer, Sound
Paulina Barreiro, Bühne/Kostüm
Fotos: (c)Ulrike Schumann und (c)Michael Zerban
SITE - Stardust In Their Eyes (2025)
Uraufführung am 26.4.2025 im Haus der Universität, Düsseldorf
zur Ausstellung “Ein unendlich dunkles Erbe” von Lewis Bush im Rahmen der Nacht der Museen
Gefördert von der Stadtsparkasse Düsseldorf
Das Rheinstimmen Ensemble erkundet unter dem Motto “SITE - Stardust In Their Eyes” musikalisch das Spannungsfeld zwischen Wissensdrang, Weltraumsehnsucht und totalitärer Macht. Der Raum selbst wird in dieser Performance zum Resonanzkörper einer zentralen Frage: Wie klingt die Banalität des Bösen - und lässt sie sich im Fall von Wernher von Braun nicht vielmehr als Brillanz oder gar Brisanz des Bösen deuten?
Ein nächtliches Hineinhören mit Salvatore Sciarrinos “Mormorando", dem nachdenklichen Flüstern über das ziellose Drängen, Jean-Philippe Rameaus wiegendem Klangbild der Nacht “Hymne à la Nuit”, Orlando di Lassos “La Nuit”, einem berauschenden Blick ins All und dem zischenden Werk “Flying Machine” von Gordon Kampe.
Rheinstimmen Ensemble
Julia Hagenmüller, Sopran
Merle Bader, Sopran
Eva Marti, Mezzosopran
Leonhard Reso, Tenor
Frederik Schauhoff, Bariton
Michael Bader, Bass
Vendula Novakova, Regie











Fernes Rauschen tief im Ohr - Soundscapes einer Stadt (2024)
Uraufführung am 14.2.2024 im WELTKUNSTZIMMER, Düsseldorf
Gefördert vom MKW NRW und dem Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf
Das Rheinstimmen Ensemble, die Videokünstlerin Linda Weidmann und der Soundkünstler Maximilian Sauer tauchen mit dieser Konzert-Performance in das Sausen und Brausen, das Sirren und Schwirren, das Lärmen und Tosen des Großstadtgewimmels ein. Kompositionen, Soundscapes und Videoaufnahmen verbinden sich zu einer vielschichtigen, durchinszenierten Collage und machen die facettenreiche, lebendige und klangvolle Topografie einer Stadt erlebbar. Mittendrin das lauschende Individuum - mal alle die auf es einprasselnden Eindrücke aufsaugend, mal tief in sich hineinhorchend.
Das vielfältige Repertoire spannt einen Bogen von den polyphonen Madrigalen der Renaissance bis zur Musik der Gegenwart und zeichnet ein Bild der Stadt als Ort, der künstlerische Visionen epochenübergreifend inspiriert und beflügelt. Mit Musik von Clément Janequin, Orlando Gibbons, Sigismondo d'India, Melchior Franck, Johann Hermann Schein, Gianluca Castelli, Dieter Schnebel, Alvin Lucier, Luca Francesconi, Nicolas Kuhn und Martin Wistinghausen.
Rheinstimmen Ensemble
Julia Hagenmüller, Sopran
Merle Bader, Sopran
Eva Marti, Mezzosopran
Leonhard Reso, Tenor
George Clark, Bariton
Michael Bader, Bass
Leh-Qiao Liao, Dirigat
Linda Weidmann, Visuals
Maximilian Sauer, Sound
"Das Publikum ist verzückt, man kann es nicht anders nennen. Einmal mehr hat das Rheinstimmen-Ensemble eine einzigartige Leistung präsentiert, sowohl, was die
Programmauswahl, als auch, was die stimmlichen Möglichkeiten, aber auch die Spielfreude angeht."
Michael Zerban im Kulturmagazin O-Ton,
Februar 2024
Fotos: (c)Ulrike Schumann
Rhein.romantisch - Ein Düsseldorfer Liederalbum (2023)
Uraufführung am 31.05.2023 in der Neanderkirche, Düsseldorf
Gemeinsam mit der Pianistin Alina Bercu begibt sich das Rheinstimmen Ensemble auf eine musikalische Zeit – und Entdeckungsreise durch die rheinländische Musikwelt des frühen 19. Jahrhunderts. Vokalkompositionen für verschiedene Besetzungen von Clara und Robert Schumann, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn-Bartholdy, sowie von unbekannteren im Rheinland tätigen Zeitgenossen wie Ferdinand Hiller, Carl Reinecke und Norbert Burgmüller, lassen ein Bild der damaligen rheinischen Künstlerszene entstehen. Anekdoten und Briefauszüge gewähren Einblicke in Musiker-Freundschaften, Liebesgeschichten, gemeinsame musikalische Erlebnisse, Situationen von gegenseitiger Unterstützung und Förderung, aber auch Rivalitäten und Konkurrenz – Begegnungen zwischen Künstler*innen also, die sich vor ca. 200 Jahren in der Region abgespielt haben.
Rheinstimmen Ensemble
Julia Hagenmüller, Sopran
Irina Makarova, Alt
Gabriel Sin, Tenor
George Clark, Bass
Alina Bercu, Klavier


"Bis hierhin der 'ganz normale' Liederabend, wenn man von der außergewöhnlichen Qualität der Stimmen absieht. Aber die Rheinstimmen belassen es eben nicht beim Absingen der Lieder, sondern schaffen genau jetzt den Unterschied. [...] Plötzlich fühlen sich die Besucher in das 19. Jahrhundert zurückversetzt. [...] Der Abend hat ins Herz getroffen."
Michael Zerban im Kulturmagazin O-Ton, Mai 2023
Fotos: (c)Michael Zerban

Es werde Gesang (2020)
Uraufführung am 16.2.2020 in der Johanneskirche, Düsseldorf
Acht Stimmen, die aus der Stille heraus zu einem jubilierenden Klangkörper zusammenfinden - diesen Prozess erforscht das Programm auf musikalische Weise: Geschlossene Münder, gedämpfter Klang, uneindeutige Schatten, Flüchtigkeit, sich nicht artikulieren können, der Versuch die Stimme zu befreien, unverständliches Murmeln, der Ruf nach Hilfe und schließlich, jauchzende Koloraturen, entfesseltes Jubilieren.
In der Gegenüberstellung barocker und zeitgenössischer a cappella Kompositionen konzipiert das Rheinstimmen Ensemble ein facettenreiches Programm, das sich von der Sprachlosigkeit zum jubelnden Gesang entfaltet. Beginnend mit Wolfgang Rihm: „Mit geschlossenem Mund“, über Johann Bach: „Unser Leben ist ein Schatten“, Salvatore Sciarrino: „Mormorando“ und Sven-David Sandström: „Fürchte dich nicht“, öffnet sich das Programm nach und nach und mündet schließlich mit Johann Sebastian Bach: „Singet dem Herrn ein neues Lied“ in einem wahren Klangfest.
Rheinstimmen Ensemble
Ursula Göller/Julia Hagenmüller, Sopran
Katharina Fulda/Eva Marti, Alt
Tobias Glagau/Ferdinand Junghänel, Tenor
George Clark/William Drakett, Bass
"All das fügt sich ganz wunderbar, erlaubt, die ganze Stimmpracht des Oktetts in der bestens dazu geeigneten Akustik der Kirche zu vollem Glanz zu bringen. [...] Auf ziemlich genau eine Stunde getaktet, wäre dieser Abend für eine Plattenaufnahme reif. Das empfindet auch das Publikum so, das stehend applaudiert und die Beteiligten für eine grandiose Gesamtleistung feiert."
Michael Zerban im Kulturmagazin O-Ton, Februar 2020
Fotos: (c)Michael Zerban


































